Dieser Blog zeigt den Entstehungsprozess eines Buches für Handstrickanleitungen.

Alle Strickmodelle sind mit einer- beim Deutschen Patentamt geschützten- nahtlosen Schnitttechnik entworfen.


This blog shows the process of creating a book for hand knitting patterns.

All knitted clothes are designed by the seamless pattern system, protected at the German Patent Office.



Sonntag, 15. Januar 2017

Hinter den Kulissen°4: Über mich und den Winter


Geht es euch auch so wie mir, dass ihr gerne einem Blog folgt, 
wenn man die Person dahinter etwas "näher" kennenlernt?

Für mich persönlich ist es manchmal schwierig, 
denn eigentlich geht es hier ja nicht um mich, sondern um meine Arbeit. 
Damit ihr mich aber trotzdem ein wenig besser kennenlernen könnt, 
gibt es heute:

Zehn Fakten über mich und den Winter


1. Mein Geburtsmonat ist der Dezember.

2. Ich stricke genau so gerne im Winter, wie im Sommer. 
Man könnte meinen, ich bin süchtig nach Stricken, denn auch beim Spazieren gehen, 
habe ich mein Strickzeug in der Hand und den Wollknäuel in der Tasche...

3. Ich habe leider nur EINE einzige selbstgestrickte Mütze, 
dafür aber sehr viele Tücher, die mich vor der Winterkälte schützen.

4. Ich trage niemals Hosen (einschliesslich Jeans) und liebe dafür Kleider! 
3/4 meiner Kleider sind aus Wolle: Merino, Yak, Kaschmir. 
Aus diesem Grund mag ich den Winter sehr gerne, 
denn dann kann ich die Wollkleider den ganzen Tag über tragen.

5. Ich verschenke unglaublich gerne Stricksachen. 
Und so gibt es alljährlich zu Weihnachten Tücher, Schals, Mützen, Stulpen usw. 
für meine Familie und gute Freunde aus den schönsten und besten Garnmischungen.

6. Ich trage seit sehr, sehr vielen Jahren keine Wintermäntel mehr. 
Ich bin ein absoluter Schichten-/Lagenfanatiker: Wollkleid, zwei Strickjacken 
und eine dicke Weste mit einem grossen Schal empfinde ich 
genau so wärmend, wie einen Mantel.

7. Ich fotografiere am liebsten Winterlandschaften.

8. Als Kind wollte ich immer eine Schneekönigin sein:


Auf diesem Bild bin ich 4Jahre alt
und mächtig stolz auf mein Schneeköniginkleid.

9. Ich ziehe stets einen Sommerurlaub einem Winterurlaub vor.


10. Ich würde wahnsinnig gerne meine Clogs auch im Winter tragen 
(wenn dicke Socken darin Platz hätten…).



Gast bei lemondedekitchi, ecletic, soulsister, miss red fox
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Donnerstag, 12. Januar 2017

Aus meinem Strickalltag - 12 von 12 im Januar´17


Kennt ihr die Action "12 von 12" von Caro?
Heute möchte ich Euch wieder einen Einblick in meinen Strick(arbeits)alltag 
geben und bei dieser Aktion, bei der man 12 Bilder 
am 12. eines Monats zusammensucht, mitmachen.

Direkt morgens kommt der Betonmischer 
und mein Atelier hat wieder "festen" Boden:
Ein schönes Gefühl, wenn es voran geht!

Fast gleichzeitig mit dem Beginn des neuen Jahres habe ist mein Arbeitsbuch voll und
ich starte mit einem frischen, sauberen und noch vollkommen "aufgeräumten" Buch:


Irgendwie ist es doch eigenartig: wenn mein Arbeitsbuch anfängt voller zu werden, sehne ich mich nach einem aufgeräumten neuen Buch. Aber dann muss ich feststellen, dass mir ein neues Buch gar nicht so richtig gefällt und ich viel lieber in einem arbeite, dass schon vollgestopft mit Skizzen, Ideen usw. ist.
Dieses Jahr habe ich mein Arbeitsbuch allerdings etwas anders strukturiert:
da ich keinen Kalender mehr als Buch habe (zwei Bücher überall mit zu nehmen hat bei mir nie geklappt), sondern nur noch digital alle Termine mir notiere, 
habe ich begonnen jeweils eine Seite mit einer Wochenübersicht  zu versehen:


Ein Blatt für die Wochenübersicht. Danach werden die Ideen, Gedanken usw. aufgeschrieben. Erst zum Ende der Woche mache ich mir wieder die Wochenübersicht. So sind keine leeren Blätter zwischendurch mehr im Buch und ich habe die Wochentermine nicht mehr nur ausschliesslich digital.
Zwischendurch bekomme ich Garnnachschub für die Salzburger Festspiele:


Baumwoll- und Leinengarn von Bockens.

Beim Stricken des neues Tuchs, das ich hier vorgestellt habe, 
schaue ich mir das Buch Fachwerk an:
Ein wirklich tolles Buch für alle, die sich genauer mit dem Thema Fachwerkhäuser 
und korrekte Sanierung beschäftigen.
Ich entdecke dort auch diese Darstellung:


Diese Verzweigung der Äste, die man in den Gefachen findet,
erinnerte mich sofort an ein gewebtes Textilstück.
Wieviel Zeit- und Arbeitsinvestition es wohl gekostet hat?
Aber wie das immer so ist: Handarbeit, egal in welchem Metier, benötigt viel Zeit!
Bislang haben wir bei den Sanierungsarbeiten in unserem neuen Haus zahlreiche Eichenständer unter Gipswänden wieder hervorgeholt: 


Alle Eichenbalken werden wieder sichtbar gemacht.
Auch die breiten dunklen Deckenbalken werden wieder sichtbar gemacht.
Und in einem Zimmer entdeckten wir die gleiche korbartig geflochtenen Struktur. Wir wussten zwar vorher schon, dass dieser Teil des Hauses zu einem späteren Zeitpunkt angebaut wurde, aber nun sah man auch die Aussenfassade und die Struktur, die beim Erbauen des Haus ca. 1650 entstand. Solche Entdeckungen sind faszinierend!

So, nun ist Zeit für einen Nachmittagskaffee!
Seit dem wir nun in Norddeutschland sind, habe ich begonnen den Espresso, 
der mit einem Schluck Milch verfeinert wird, zu fotografieren. 
Durch das willkürliche Eingiessen der Milch entstehen ganz oft Bilder/Umrisse. 
Heute eine auf dem Boden sitzende Person von Hinten, 
die die Beine ausstreckt. Könnt ihr sie auch sehen?


Diese kleinen Momente im Alltag, wenn man sich über ein Bild, so ganz aus dem Nichts, 
freut, finde ich immer ganz wunderbar.
Ein kleiner Augenblick voller Freude, der mir Kraft und Energie für den Tag verleiht.
Jedes halbe Jahr bekomme ich von den Garnfirmen Farbspiegel aus der aktuellen Wollkollektion.
Seit einigen Jahren sammele ich die kurzen Garnstücke und eines Tages, 
wenn ich gaaaaanz viel davon habe, wird ein farbenfrohes gefilztes Werk daraus gemacht. 


Wäre doch zu schade, wenn es in den Müll geschmissen wird, oder?

In einem Gebrauchtwarenladen entdecke ich diese drei Bücher:


Das Burda Strick-Lehrbuch sieht sehr vielversprechend aus!

Abends bereite ich noch ein Post für Sonntag vor, 
indem ich euch ein Bild von mir zeigen werden ;-)
Wieso. verrate ich noch nicht...


Gast bei Maschenfein , kaminrot

Mittwoch, 11. Januar 2017

Hinter den Kulissen°3: "Adieu altes Atelier, Moin Moin neues Atelier!"


Heute zeige ich euch endlich, wo ich mein Atelier 
im Frühjahr einrichten werde.

Wie ihr vielleicht schon mal gesehen habt, 
sah mein altes Atelier bislang so aus:


links: unser Wohnhaus, Teilfachwerkbauweise, erbaut 1890

rechts: gemeinsam mit meinem Mann, der Architekt und gelernter Mauer ist, 2012 geplantes und erbautes Atelierhaus mit einer Holzfassade, welches an den alten Schopf erinnert, der vorher am selben Platz gestanden hat

Auf dem Foto kann man sehr gut die engen Platzverhältnisse sehen, 
die man in Süddeutschland vorfindet: alles eher klein und schnukelig ;-)

Jetzt, in Norddeutschland, sieht es etwas anders aus:
ein uralter Pferdehof mitten auf dem Land wird unser Zuhause werden.

rechts: unser Wohnhaus, ein Fachwerkbau, erstmalig 1650 erwähnt
links: das Atelier mit roter Backsteinfassade und teilweise mit einem Fachwerk erbaut
Hier sieht man sehr gut, wie es rund ums Haus ausschaut:
Direkt in der Natur mit viel Platz und sehr viel Ruhe.An die Giebelseite des alten Pferdestalls kommt noch ein Anbau, dass sowohl von meinem Mann, als auch von mir als Büro genutzt wird.
Und so sieht es zur Zeit noch in meinem Atelier aus:

In diesen Raum stehen dann später die Strickmaschinen.
Wie ihr sehen könnt, schlägt unser Herz für alte Fachwerkhäuser.

Ich werde bestimmt schon bald den einen oder anderen von euch 
bei mir im Atelier begrüssen und darauf freue mich bereits jetzt schon!
Und bis dahin heisst es wieder: ran an den Umbau ;-)

Gast bei frollein , lisa
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Dienstag, 10. Januar 2017

Entwurf der Woche °2/17: Häkelarbeit für die Salzburger Festspiele

Immer dienstags präsentiere ich euch
 ein Projekt an dem ich in der Vorwoche gearbeitet habe.
Dabei können es neue Strickmuster sein, 
aber auch neue Modellschnitte oder auch 
ein Blick in meine Arbeit als Freelancedesignerin.


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Bereits vor einigen Wochen habe ich über ein weiteres Freelanceprojekt
 für die Salzburger Festspiele berichtet.

Ganz so viel kann ich natürlich noch nicht verraten, aber:

in den letzten Tagen wurde intensiv an dem Kostüm weitergearbeitet.
Nachdem feststand welche Garnzusammenstellung zum Einsatz kommt,
wurde direkt in Salzburg meine Häkelmusterproben 
in die gewünschten Farbtöne eingefärbt.

Nun bin ich wieder dran und erstelle grosse Stücke, 
die in den nächsten Tagen bei den Anproben an der Opernsängerin drapiert werden.

Eines kann ich bereits verraten: 
die Oper wird an den Ostertagen bei den Salzburger Festspielen aufgeführt. 
Nähere Details folgen noch zu einem späteren Zeitpunkt!

Erst einmal geht ein Paket Richtung Österreich raus:

Zwei unterschiedliche Garnzusammenstellungen:
die kleinen Musterstücke oben drauf zeigen die Farben,
die das eigentliche Kostüm bekommen soll. 

Es werden noch sehr sehr viele Stunden Handarbeit, sowohl bei mir,
 als auch in Salzburg benötigt werden, 
bis die Opernsängerin es auf der Bühne tragen wird.

Ich freue mich schon sehr, wenn ich die ersten Fotos von der Aufführung sehen werde.
Und wer weiss: vielleicht bin ich sogar bald in Salzburg und geniesse live die Oper ;-)


Sonntag, 8. Januar 2017

Der letzte Maschinenstrickkurs in Süddeutschland


Hattet ihr schon immer mal Lust an einer Strickmaschine zu arbeiten?
Oder wolltet ihr mal schauen, 
ob eine Strickmaschine überhaupt etwas für euch wäre?


Nächsten Samstag, am 14.01., 
biete ich die letzte Möglichkeit in Inzlingen bei Lörrach 
in meinem "alten" Atelier einen dreistündigen Kurs an.

Folgendes Grundwissen samt Tipps und Tricks 
wird in dem Vormittagskurs, 9-12 Uhr, vermittelt:

- anschlagen 
- abketten 
- Maschen zu- & abnehmen 
- unterschiedliche Muster stricken


Ihr könnt dabei unterschiedliche Strickmaschinen ausprobieren.
Die Grobstrickmaschine ist für Garne ab etwa Handstricknadelstärke 4-10. 
Alles was feiner ist, wird mit der Feinstrickmaschine verstrickt.

Brother Strickmaschinen: fein und grob, mit und ohne Mustercomputer befinden sich in meinem Atelier in Inzlingen, direkt an der schweizer Grenze und nur 10 km von Basel entfernt.

Es sind maximal drei Teilnehmer pro Kurs,
und nur noch ein Platz ist frei.

Falls ihr Interesse habt, meldet euch bei mir
unter info@strickkurs.ch.
Ich freue mich auf Samstag ;-)

Gast bei eclectichamilton