Dieser Blog zeigt den Entstehungsprozess eines Buches für Handstrickanleitungen.

Alle Strickmodelle sind mit einer- beim Deutschen Patentamt geschützten- nahtlosen Schnitttechnik entworfen.


This blog shows the process of creating a book for hand knitting patterns.

All knitted clothes are designed by the seamless pattern system, protected at the German Patent Office.

Sonntag, 16. April 2017

Entwurf der Woche °13/17: Miniweste


Die letzten Wochen waren voll mit Bauarbeiten gefüllt.
In dieser Zeit wurde leider überhaupt nicht gestrickt.
Ausschliesslich einen Auftrag habe ich für die Oper am Rhein erledigt:
Einen Streifenpullover aus Angora und Merino, den ich allerdings auf der Feinstrickmaschine erstellt habe.

Und so ist diese Woche alles etwas durcheinander:
am Dienstag habe ich ein Tutorial zum Thema Stopfen veröffentlicht.
Und heute, am Sonntag, gibt es die die Rubrik "Entwurf der Woche"
die sonst eigentlich immer Dienstags erscheint.

Ab Karfreitag hatte ich dann wieder endlich Zeit 
und habe diese Miniweste aus Yak&Merino gestrickt:


Garn: Yak von Lang Yarns (für die Grösse 50 nur 44g verbraucht)
Schnitt: wie das und das

Ich hatte es erst im Nachhinein gesehen: 
scheinbar huschte der Osterhase wegen dem Shooting vorbei
und legte unbemerkt das Osterei mit aufs Bild ;-)

In diesem Sinne wünsche ich allen schöne & erholsame Ostertage!

Gast bei miss-red-fox, ritaecleticsoulsisterheutemachtderhimmelblauzwergstücke, nosewmonday
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Dienstag, 11. April 2017

Tutorial°5: Wie stopfe ich Stricksachen?


Die gesamte Familie trägt sehr, sehr gerne Stricksachen. 
Und so kommt es immer wieder vor, dass kleinere und grössere Löcher 
auf der beliebten Kleidung auftauchen.

Heute zeige ich verschiedene Arten mit den unliebsamen Lochmonstern umzugehen ;-)


Meine Utensilien für das Stopfen: Stopfpilz aus dem Stopfwebapparat,
passende Wolle, Stopfnadel und eine Schere.
Die beiden ersten Arten seine Stricksachen auszubessern, 
wirken eher wie eine Verziehrung.
Meine Absicht war es nicht, einen unsichtbaren Stopfen zu erreichen, 
denn das ist eine Kunst für sich, für die ich leider zu ungeduldig bin!


In einem Pullover aus Kaschmir & Seide ist 
am Ellenbogen dieses Loch entstanden:

Es hat eine fast kreisrunde Form.

Mit dem Stopfpilz wurde das Loch "gezähmt":
Ich habe nicht wie beim gewebten Stopfen mit Schuss- und Kettfaden gearbeitet,
sondern immer im Kreis verwebt.

Und so ist eine Art "Blumenstopfen" entstanden.

Bei diesem Loch habe ich als Erstes die Kettfäden gearbeitet, ...

… denn dieses Loch war sehr länglich.

Den Rand habe ich umgeschlagen und doppelt gelegt.
So wirkt die gestopfte Fläche eingerahmt.

Bei den nächsten beiden Beispielen habe ich mit gestrickten Flicken 
den Pullover ausgebessert.

Dieses Loch war einfach zu gross um gestopft zu werden.
Hier habe ich zu einer eher altbekannten Methode gegriffen.

Aus farblich passendem Garn, allerdings mit einem Tweedeffekt, ...

… habe ich einen ovalförmigen Flicken quer, in kraus rechts, gestrickt.
Damit beim Annähen des Flickens nicht auch noch die andere Seite des Ärmels
angenäht wird, habe ich ein Blatt Papier in den Ärmel gelegt.

Nun mit Stecknadeln auf das Gestrick feststecken und mit einer Stopfnadel annähen.

Und so sieht es fertig aus!

Bei diesem kleinen Löchlein habe ich an der Feinstrickmaschine
aus Mohair Luxe von Lang Yarns ein Herz nach meiner Anleitung gestrickt,
allerdings nicht in kraus rechts, sondern mit einer glatt rechten
und einer glatt linken Seite. Die letztere habe ich dann ausgewählt und ...

… auf den Pullover angenäht.

Und nun wünsche ich euch viel Spass beim Stopfen und beim Kreativsein.
Für welche Art entscheidet ihr euch?


Sonntag, 9. April 2017

Hinter den Kulissen°18: Unser Gewächshaus "wächst"


Wie ich euch bereits Ende März gezeigt habe,
musste leider der obere Teil des Gewächshauses aus Altersgründen 
abgebaut werden: Die meisten Holzfensterrahmen waren ganz morsch 
oder die Gläser waren defekt.

Zwar haben wir es im März nicht geschafft das Gewächshäuschen wieder aufzubauen,
dafür wurden an den beiden langen Seiten Hochbeete gemauert. 
Und zwar aus den Backsteinen, 
die wir vom Abbau des Häuslinghauses "gewonnen" haben :

oben: die Steine direkt nach dem Abbruch, mit dem alten Mörtel
unten: die angebauten Früh-/Hochbeete

Links sieht man die Wände aus den roten Steinen des Gewächshauses(Bestandbau). 
Auf der rechten Seite haben wir unsere ersten vier Hochbeete gemauert,
 in denen sich die noch jungen Pflanzen sehr wohl zu fühlen scheinen ;-)

Ich mag die ungleichmässigen Rottöne der alten Backsteine sehr,
denn sie bringen so einen wunderbaren Kontrast!



Sonntag, 2. April 2017

Hinter den Kulissen°17: Handwerkskunst, die II.


Wenn mich jemand fragt was ich beruflich mache, antworte ich 
meist, dass ich Mode- & Textildesign studiert habe 
und mich ausschliesslich auf das Stricken spezialisiert habe.

Da ich es liebe mit den Händen zu arbeiten, 
fühle ich mich meist stärker dem Handwerks- als dem Designbereich verbunden.

Sehr schade finde ich jedoch, dass das Handwerk bei vielen Menschen 
nicht mehr so anerkannt ist. Die vielen Stunden der Arbeit, 
die im Bereich des Handwerks an der Tagesordnung sind, 
findet bei unserer Gesellschaft oft keine Wertschätzung mehr.

Umso mehr freue mich, wenn ich mich 
- auch während des Umbaus unseres Hauses und des Ateliers -
weiter "handwerklich" bilden kann. 

… auch wenn es um ein ganz anders Handwerk als Stricken geht ;-)

Die Abbundzeichen auf den Balken eines abgebautes Fachwerkhauses.
Für den Auf- & Neubau des Ateliers werden alte Eichenbalken 
und rote Backsteine gebraucht.
Wie der Zufall so will, haben wir ganz in der Nähe jemanden gefunden, 
der ein altes Häuslingshaus, das im Fachwerkstil erbaut wurde, abreissen wollte.

Zur Info: als ein Häuslingshaus wurden früher die Häuser bezeichnet, in denen die Mägde und Knechte der wohlhabenden Bevölkerung gewohnt haben.

Und so erstanden wir ein komplettes Haus und bauen es behutsam ab, 
um die alten Baumaterialien bei uns wieder einzubauen.

Als die ganzen Hölzer bei uns auf dem Hof ankamen,
wurden beim genauen Hinsehen zahlreiche, eingeschlagene Zeichen sichtbar.
Dabei handelt es sich um die Abbundzeichen, 
die zum Handwerk der Zimmerleute gehören.

Die Abbundzeichen, in diesem Fall die römischen Zahlen, 
markieren die exakte Aufbaukonstruktion von Dachstühlen 
oder auch, wie in unserem Fall, von ganzen Fachwerkhäusern.

Schon toll, dass jedes Handwerk seine ganz eigene Hilfsmittel und Brauchtümer hat.
 Faszinierend, oder nicht?


Freitag, 31. März 2017

Hinter den Kulissen°16: Unser Gewächshäuschen /12tel Blick-März

Sieht stark nach Baustelle aus, nicht wahr?

Auch im März zeige ich euch die Sicht auf unser Gewächshäuschen.

Zwar haben wir es nicht geschafft den oberen Teil wieder aufzubauen,
dafür wurde es bis zu der Rotsteinmauer abgebaut.

Und: rechts und links wurden einige Hochbeete gemauert, 
die nun mit allerlei leckeren Sachen bepflanzt wurden:
von essbaren Blüten über Kürbis namens "Blue Ballet"(schmeckt unglaublich lecker!), Gurken, Schnittknoblauch, Möhren, Mangold und und und….

Hier die Übersicht der Monate Januar, Februar und März: