Dieser Blog zeigt den Entstehungsprozess eines Buches für Handstrickanleitungen.

Alle Strickmodelle sind mit einer- beim Deutschen Patentamt geschützten- nahtlosen Schnitttechnik entworfen.


This blog shows the process of creating a book for hand knitting patterns.

All knitted clothes are designed by the seamless pattern system, protected at the German Patent Office.

Mittwoch, 23. November 2016

Strick-Werk-Vorstellung°1: Buch "Linker Zopf - rechter Zopf" von Judith Durant

Die neueste Rubrik auf meinem Blog heisst "Strick-Werk-Vorstellung".

In unregelmässigen Abständen stelle ich euch Produkte vor, 
die ich getestet habe und die man zum Stricken benötigt.

Wichtig ist, dass ich kein Strickartikel in meinem Blog vorstellen würde, 
von dem ich nicht überzeugt wäre. Das heute vorgestellte Produkt 
wurde mir von dem Stiebner Verlag zur Verfügung gestellt.
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Ich bin ein grosser Fan von Strickbüchern, die Grundwissen
zu unterschiedlichen Strickthemen vermitteln.

Wenn ich mich in ein Thema vertiefen möchte, 
sind Grundlagen das Erste womit ich mich beschäftige.

Als das Buch gleichzeitig mit meinem in den Buchhandel kam, 
wusste ich, dass es in meine Sammlung gehört.


aus dem Stiebner Verlag: Linker Zopf-rechter Zopf 19,90€,
Yak-Garn von Lang Yarns, Olivenholznadeln von addi

Aufgebaut ist das Strickbuch in 7 Kapiteln:

Am Anfang findet man die Abkürzungen, 
Legende zu den Strickschrift und Erklärungen zu Verzopfungen allgemein, 
aber auch zum Zählen der Reihen und auch zum Thema regelmässig aussehende Zöpfe.

Im 2.Kapitel werden ganz einfache Zöpfe erklärt:
verschiedene breite Zöpfe, die unterschiedlich oft verkreuzt werden.

Hier sieht man wunderbar die zahlreichen Möglichkeiten und ihre Wirkungen 
und kann es sehr gut bei den eigenen Entwürfen einsetzen.


Im 3.Kapitel, Winkel und Bögen, sieht man

eine kleine Partie aus rechten Maschen, die auf einem glatt linkem Untergrund 
in unterschiedliche Richtungen verläuft:

Eines der beeindruckenden Mustern in diesem Katitel ist die Schnörkelschlange von S.94.

4. Flechtzöpfe und Brezeln
In diesem Kapitel wird der Unterschied von Flechtzöpfen und Brezeln aufgezeigt.
Für mich ist die Achtsträngige Brezel ein wunderschönes Musterbeispiel:


Dieses zurückhaltende aber sehr elegante Muster findet man auf S. 119.

Im 5. Kapitel werden Flächen-, Rippen- und Allovermuster vorgestellt:


Das Miniwabenmuster, S.132, kann sehr gut bei dünnem Garn eingesetzt werden,
um das Gestrick "fülliger" wirken zu lassen.

Im 6. Kapitel werden Zöpfe verschönert.
Mich hat dieser gewickelte Zopf fasziniert:


Die gewickelte viersträngige Brezel von S. 169.

Ausserdem wird auf S. 185 Schritt für Schritt das Einarbeiten von Perlen erklärt.
Beidseitige Zopfmuster (S.191), z.B. für einen Schal, finde ich 
ebenso ein interessantes Thema wie diesen Bicolor-Kordelzopf:


Eine wunderbare Wirkung mit einem so leichten Einsatz
von einer zusätzlichen Farbe, s. S. 171.

Das letzte Kapitel behandelt das Thema "Zopfmuster entwerfen".
 Dabei fällt auf S. 206 der Begriff Ausgleichsmasche, der für mich neu war.

Zwischendurch gibt es Tipps, wie zum Beispiel das Abdecken 
der kommenden Reihen auf einer Musterzeichnung.
Für Neulinge auf dem Gebiet der Zöpfe ist es ein wertvoller Hinweis.


Beim Blättern im Buch denke ich selbstverständlich sofort darüber nach, 
wie ein bestimmter Zopf aussehen wird, 
wenn man mit der Technik der verkürzten Reihen arbeiten würde. 
Dieses Beispiel habe ich aus dem Buch ausgesucht und nachgestrickt:

Dieser 5/5-Kordelzopf (S.165) wird in jeder 10.R verkreuzt und besteht aus 5 rechten Maschen und 5 Maschen in Perlmuster. Zum Verzopfen werden die 5 Maschen auf der rechten Seite mit Hilfe einer Zopfnadel nach Vorne gelegt, dann die nächsten 5 Maschen gestrickt und erst danach werden die Maschen auf der Zopfnadel abgestrickt.

Bei meiner Strickprobe habe ich zwei Verzopfungen 
gearbeitet und danach mit dem Verkürzen der Maschen begonnen: 
in je R 1M verkürzt, bis alle Maschen auf der Nadel verkürzt sind. 

Danach beginne ich mit dem Verlängern der Maschen: 
in je R 1M verlängern. Solange man verkürzt und verlängert 
werden die Maschen nicht verkreuzt:

Bei meinen zahlreichen Tutorials könnt ihr das Verkürzen
nach meiner Methode kennenlernen.

Mein Fazit: ein Arbeitsbuch (ebenfalls mit einer Spiralbindung, so wie mein Buch) 
mit sehr viel Grundlagenwissen und zahlreichen Anregungen, 
die nun in meiner Sammlung Platz gefunden hat.


Das Buch wurde mir freundlicherweise von dem Stiebner Verlag
zur Verfügung gestellt. Dafür möchte ich mich ganz herzlich bedanken!

Der Bericht spiegelt ausschliesslich meine Erfahrungen 
mit dem Produkt und meine Meinung wider. 

Dienstag, 22. November 2016

Entwurf der Woche °16/16: Wellentuch (Fortschritt)

Immer dienstags präsentiere ich euch
 ein Projekt an dem ich in der Vorwoche gearbeitet habe.
Dabei können es neue Strickmuster sein, 
aber auch neue Modellschnitte oder auch 
ein Blick in meine Arbeit als Freelancedesignerin.
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Das Wellentuch habe ich bereits hier vorgestellt.

Ich stricke es in zwei Garnqualitäten,
Angora (schwarz), 70% Angora & 30% Merino, von Lang Yarns 
und Gradient (Farbverlaufsgarn), 100% Merino, von Sandra/"Meine fabelhafte Welt".

Die linke Seite des Tuchs ist bereits fertig. 

Zur Zeit stricke ich den rechten Teil des Tuchs:
da in jeder Reihe insgesamt 4 Maschen abgenommen 
und im Gegenzug 2 Maschen zugenommen werden, wird es keine Abkettkante geben.

Ich stricke sehr gerne und bin motivierter, 
wenn Maschen immer stetig weniger werden ;-)


…übrigens wurde in der aktuellen "The Knitter"/deutsche Ausgabe,
 mein Buch vorgestellt:

The Knitter, Ausgabe 28/2016, & das Wellentuch

So ganz angekommen ist es bei mir übrigens immer noch nicht.
Ich frage mich oft: "Ist es wirklich mein Buch?"

An dem Bühnenkostüm für die Sazburger Festspiele wird auch weiter gearbeitet:
die Farben und die Grösse des Umhangs stehen nun fest.
Dazu dann in den nächsten Wochen mehr


Freitag, 18. November 2016

Strickevent: Stichmuster-Jacke, Arbeitsschritte 1) & 2)


Nach der ausführlichen Erklärung der Kraus-Weste,
möchte ich euch nun willkommen heissen zum ersten Teil 
der Schritt-für-Schritt-Erklärung der Stichmuster-Jacke 
aus meinem Buch "Stricken ohne Naht" von S. 88!
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Die Jacke wird in zwei Mustern & Farben gestrickt: glatt rechts, in Grau,
und Stichmuster (s. Buch S. 47), in Senfgelb.

Bei diesem Modell wurde Yak von Lang Yarns verwendet.
Diese Wollqualität ist aus 50% Yak- & 50% Merinowolle 
mit folgender Lauflänge: 50g = 130m.

Der Anschlag dieser Jacke ist die gesamte vordere Blende 
incl. dem rückwärtigen Hals. Dieser ist auf 
der technischen Zeichnung durch die Kreise dargestellt:


technische Zeichnung zu der Stichmuster-Jacke: 
Die Strickrichtung von Arbeitsschritt 1) & 2) kann man sehr gut u. A. 
an den Pfeilrichtungen von MM°2 & °7 erkennen.

Arbeitsschritt 1)
Wir schlagen die jeweils angegebene Maschenanzahl an und stricken 32R.
Dabei beginnen wir an beiden Rändern, am MM°1 & °8,  zu verkürzen:

Je MM in jeder 2.R(=am Wendepunkt) 1M verkürzen. 
Nicht vergessen: während dieser 32R werden die Knopflöcher eingearbeitet!

Noch ein Hinweis zum Thema Maschenmarkierer: 
die beiden äusseren, also MM°1 & °8, werden nie mitgefürt.
In diesem ersten Arbeitsschritt führe ich die restlichen Maschenmarkierer 
ebenfalls noch nicht mit, weil sie noch keine Relevanz haben. 

So sieht das Strickstück nach dem ersten Arbeitsschritt aus
(hier ist eine klitzekeine Version von der Stichmuster-Jacke):

Am Rand sind jeweils MM°1&°8,
die MM°1a & °8a sind jeweils durch die beiden Sicherheitsnadeln markiert.

Arbeitsschritt 2)
In diesem Arbeitsschritt werden nur die Maschen zw. MM°1a und MM°8a gestrickt.
Die Maschen zw. MM°1-°1a und MM°8a-°8 bleiben ungestrickt auf der Nadel!

Der Arbeitsfaden befindet sich am MM°8a (s. auch das obere Bild).

Als Beispiel nehme ich die Grösse M:
2x 69M in 28R verk: je R 3M verk, je 2.R & 1.R 2M verk

2x 69M heisst, dass wir am MM°1a & °8a verkürzen, also je MM 69M.

In je R 3M= am Wendepunkt 6M verkürzen. Ausnahmen:
 in der 1.R verkürzen wir nur 2M, ebenso in jeder 2.R.

Ich verkürze direkt 1M, indem ich die 1.M von der li N 
auf die re N hebe (=am MM°8a 1M verk).
Jetzt Richtung MM°1a stricken und dabei am Wendepunkt
(das ist der Wendepunkt von der 1. zur 2.R) um die angegebene Maschenanzahl 
verkürzen. Bei Gr. M sind es 4M, da wir in der 1.R und in jeder 2.R 2M verkürzen. 
Ich stricke die letzten drei M nicht, die 4.letzte Masche hebe ich nach 
dem Stricken von der re auf die li N und wende danach.

Nun wird die 2.R  Ri MM°8a gestrickt. 
Am kommenden Wendepunkt(das ist der Wendepunkt von der 2. zur 3.R) 
muss ich insgesamt 6M verkürzen:
1M noch von der 1.R
2M von der 2.R
3M von der 3.R

Jetzt stricke ich die 3.R Ri MM°1a und muss am kommenden Wendepunkt
(das ist der Wendepunkt von der 3. zur 4.R) 5M verk:
3M von der 3.R
2M von der 4.R

Nun die 4.R Ri MM°8a stricken und am kommenden Wendepunkt
(das ist der Wendepunkt von der 4. zur 5.R) 5M verk:
2M von der 4.R
3M von der 5.R

usw. 

Beim Stricken bitte nicht die Zunahmen am MM°4 & °5 vergessen:
ich arbeite mit U, den ich in der folgenden Reihe als re verschränkt abstricke.
Auf dieser Nahaufnahme sieht man sehr gut, wo die Zunahmen gearbeitet wurden:
rechts vom MM°4 und links vom MM°5.


Wenn der Arbeitsschritt 2) fertig gearbeitet ist, 
haben wir folgendes Strickstück auf der Nadel:

Die Rückenbreite wird durch die Zunahmen am MM°4 &°5 erzeugt.

Nun wünsche ich euch viel Spass und Erfolg beim Stricken 
und freue mich bereits auf die zahlreichen Stichmuster-Jacken!

Bis nächsten Freitag und meldet euch bitte, wenn etwas unklar ist 
oder wenn ich etwas vergessen habe ;-)


Gast bei freutag, maschenfein 

Dienstag, 15. November 2016

Entwurf der Woche °15/16: neuer Jackenschnitt mit Streifenmuster

Immer dienstags präsentiere ich euch
 ein Projekt an dem ich in der Vorwoche gearbeitet habe.
Dabei können es neue Strickmuster sein, 
aber auch neue Modellschnitte oder auch 
ein Blick in meine Arbeit als Freelancedesignerin.
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Letzte Woche habe ich an einem neuen Jackenschnitt gearbeitet.
Wie ich bereits geschrieben habe, zeichne ich ausschliesslich schnelle Skizze von einem neuen Modell. Hier ein Einblick in mein Arbeitsbuch:


Die Skizzen zeigen den Stand von gestern.
In der Zwischenzeit kam mir noch eine andere Idee,
wie der Schulterbereich aussehen kann. Darüber berichte ich dann nächsten Mal.

Der Strickbeginn ist der gleiche wie bei der Kraus-Weste:
nach dem Anschlagen wird die Knopf- & Knopflochblende gestrickt.

Auf der linken Seite ist die Knopfbende des rechten Vorderteils. 
Rechts ist das linke VT bereits weiter gestrickt.
Nach der Blende beginnt man am Saum in Richtung Halslinie die Maschen zu verlängern und an der Saumlinie Maschen zu zunehmen.
Die weissen Pfeile zeigen die Strickrichtungen.

Gestrickt wird die Jacke aus Yak , in Senfgelb, und Yak Tweed , in Blau, 
beides Qualitäten von Lang Yarns


Die Streifen spielen bei diesem Modell eine wichtige Rolle:
sie verdeutlichen die unterschiedlichen Strickrichtungen.
Wie es mit der Jacke weitergeht, werde ich euch schon sehr bald zeigen!

Gast bei creadienstagMaschenfeindienstagsdinge handmadeontuesday

Freitag, 11. November 2016

Anleitung(en) des Monats November´16: Baby-Kraus-Weste und Triatuch


Immer am Tag der Monatszahl, also am 09.09., 10.10., 11.11., 
und so weiter, präsentiere ich eine neue Anleitung.
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Nach den beiden Tüchern,
dem Konstruktuch und dem Ikotuch,
gibt es diesen Monat sowohl eine Tuchanleitung von dem Triatuch 
als auch ein Strickstück für die Allerkleinsten:
eine Babyweste, die den selben Schnitt wie die Kraus-Weste aus meinem Buch hat.

Triatuch, das seeeeehr lange keinen Namen hatte,
habe ich aus Novena und Novena Color von Lang Yarns gestrickt.

Das Triatuch kann als ein gleichschenkliges Tuch oder auch als eine lange Version (wie dieses hier) gestrickt werden.
Diese längliche Version misst 280cm x 46cm und wurde mit N°4,0 gearbeitet.


Ausschliesslich zwei Arbeitsschritte müssen stets wiederholt werden. Bei der länglichen Version kommt als letzter Arbeitsschritt die beiden langgezogenen Seitenteile.
Ebenfalls auf Ravelry kann man weitere Versionen von Triatuch anschauen!

Übrigens gibt es für alle meine Mitglieder 
in der "Stricken ohne Naht"-Gruppe auf Ravelry ein Geschenk:
Wenn ihr Mitglied seid, gibt mir kurz Bescheid und ich schenke euch diese Tuchanleitung!
Gilt nur für Alle, die am 11.11.2016 bis 24Uhr in der Gruppe Mitglied sind.


Nun kommen wir zu der Baby-Kraus-Weste:

Baby-Kraus-Weste in Gr.50/56 aus nur 65g Yak/Merinowolle gestrickt.

Die Weste wurde aus Yak , 50% Yakwolle & 
50% Merinowolle, von Lang Yarns gearbeitet. 

Jeweils der Anschlag an der VM der beiden Vorderteile, die Halsblende und die Schulterpartien wurden bei dem Babymodell in Lila, der Rest in Grau gestrickt.

Die Baby-Kraus-Weste habe ich in soweit verändert, 
das es den Anforderungen eines Säuglings entspricht:
 sie wird ohne Taillierung gestrickt,  
bekommt einen grösseren Halsausschnitt und 
nur eine Halsblende und keinen Stehkragen.

Hier könnt ihr die einzelnen Arbeitsschritte, 
incl. Fotos von den Zwischenständen, noch etwas ausführlicher ansehen.

Die Anleitung gibt es hier bis nächsten Freitag kostenlos für die Gr. 50/56. 
Ab Freitag, den 18.11.2016, kommen noch weitere Grössen
- bis einschliesslich Gr.92 -
hinzu und die Anleitung wird dann 4,99€ kosten.



technische Skizze: Baby-Kraus-Weste



Baby-Kraus-Weste
50/56

Material
• Lang Yarns, Yak (50% Yak & 50% Merino, 50g = 130m): grau
66g 5 Knöpfe D = 1,5 cm
• Nadelspiel & Rundstricknadel °4,0

Muster
• Muster I: kraus rechts
10M = 4,7 cm/ 21M = 10 cm
10R = 2,3 cm/ 44R = 10 cm
• Muster II: 2re/2li

Info
- Anschlagslinie: vordere Blende des re & li VTs
- Abkettlinien: Halsblende & je Ärmelausschnitt


1)-3) re & li VT, getrennt str
1) 44M anschl 

MM°1 (= SaumL), °2 (= spätere Halsblende), °5 (= spätere Halsblende), °6 (= SaumL) setz
re VT: MM°1, 44M, MM°2
li VT: MM°5, 44M, MM°6

6R in Muster II str, dabei für die Knopflöcher am re VT ab MM°1:
in 4.R nach der 3., 12., 21., 30., 39.M 1U & danach 2M zus str

(ges. 44M)

2) 88R 44M in Muster I str, dabei am MM°2 bzw.°5 beg 44M verk: je 2.R 1M verk

(ges. 44M)

3) 4R 44M in Muster II str
(ges. 44M)

RT: re & li VT am MM°1 & 6 zusammenführen
4) 54R in Muster I str, dabei am MM°1 & °6 beg ges.54M verl:

2 x 27M in 54R verl: je MM je 2.R 1M verl

danach Maschenmarkierer °1&°6 versetz und MM°3(=SL) &°4(=SL) setz
MM°3,2M (=re VT), MM°1, 50M(=RT), MM°6, 2M(=li VT), MM°4

5)-7) je VT & RT getrennt str
je VT (MM°1-°3 bzw. MM°6-°4 =2M)
5) 18R 2M str, dabei Ri MM°2 bzw.°5 17M verl, am MM°3 bzw.°4 beg 11M verk und ges. 2M zun:

17M in 18R verl: je R 1M verl, außer R18
11M in 18R verk: je 2.R 1M verk, zusätzlich in R 1&11 1M verk
2M in 18R zun: in R 6&12 1M zun

6) 8R str, dabei am MM°2 bzw.°5 beg 6M(= spätere VT-HalsblendenM) verk, am MM°3 bzw.°4 weiterhin 6M verk:

6M in 8R verk: am MM°2 bzw. MM°5 je R 1M verk, ausser R1&8
6M in 8R verk: am MM°3 bzw. MM°4 je R 1M verk,  ausser R1&8

(ges. je VT 15M=SchulterM & 6M=Halsblende)

RT (MM°1-°6 = 50M)
7) 28R 50M str, dabei am MM°3&°6 ges. 4M abn und beg ges. 30M verk:

2 x 2M in 28R abn: in R1&28 1M abn
2 x 15M in 28R verk: je 2.R 1M verk 

(ges. 46M)

Halsblende (ges. 30M: je VT =7M, RT = 16M)
8) 5R 30M in Muster II str

30M locker abk

je Schulter (ges. 30M: VT = 15M & RT = 15M)
9) 15R in Muster II str, dabei beids am MM°1 bzw.°6 beg ges. 30M verl:
2 x 15M in 15R: je S je R 1M verl

30M locker abk





Vorankündigung: ab Freitag starte ich ein neues Strickevent
 für die Stichmuster-Jacke aus meinem Buch (S. 88).

Ich weiss, dass viele von euch schon darauf gewartet haben 
und freue mich mit euch zusammen zu stricken!


Mittwoch, 9. November 2016

Meine Strickmethode°1: Maschenprobe

Die neueste Rubrik auf meinem Blog 
heisst "Meine Strickenmethode".

Ich werde in unregelmässigen Abständen 
unterschiedliche strickrelevante Themen vorstellen, die
ich ganz anders umsetze, als das was man als gewohnt kennt - 
eben nach meiner ganz persönlichen Methode.

Es soll zum Nachdenken anregen und aufzeigen, dass das was man 
irgendwann einmal gelernt hat und es schon immer so gemacht hat, 
nicht der bessere bzw. richtige Weg sein muss.

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Eines der Dinge, die ich bislang noch nie logisch fand 
(und es auch wohl auch niemals finden werde!),
ist die Berechnung der Maschenprobe.


Maschenprobe in kraus rechts und glatt rechts


Als erstes muss natürlich auch ich sagen: 
eine Maschenprobe ist extrem wichtig und sollte nicht ausser 
Acht gelassen werden. Je genauer man eine Maschenprobe erstellt, 
desto exakter ist dann auch das fertige Strickstück.


Die gewohnte Maschenprobe, 10cm x 10cm, 
ist für mich allerdings so nicht korrekt.

Ich zähle immer ausschliesslich die exakte Maschen- 
bzw. Reihenanzahl ab und messe dann die Strecke in cm.

Hier ein konkretes Beispiel bei kraus rechts:

Für die Berechnung der Reihen steche ich mit der Nadel in die Mitte einer Rippe ein, zähle 10R ab und steche dann mit der zweiten Nadel unter der 10.R in die Mitte der Rippe ein. Hier ergeben 10R = 3,8cm.


Für die Berechnung der Maschen steche ich mit der Nadel in die Mitte einer Masche ein, zähle 10M ab und steche in die 10.M meine zweite Nadel ein. Hier ergeben 10M = 7,7cm.

Das zweite Beispiel ist für glatt rechts:


Für die Berechnung der Reihen steche ich mit der Nadel in die Mitte einer Masche ein, zähle 10R ab und steche dann mit der zweiten Nadel in die 10.R in die Mitte der Masche ein. Hier ergeben 10R = 5,3cm

Für die Berechnung der Maschen steche ich mit der Nadel in die Mitte einer Maschenreihe ein, zähle 10M ab und steche in die 10.Maschenreihe meine zweite Nadel ein. Hier ergeben 10M = 8,1cm

Warum ich es so mache? 
Weil kein Mensch auf der Welt mit 22,3M arbeiten kann, 
wohl aber mit abgemessenen Zentimeter als Kommazahl: 
 wir können ohne jegliche Probleme 5,3cm abmessen.

Und um so genau wie möglich arbeiten zu können,
rechne ich alles auf 10M= x cm und 10R= x cm.
Und je gröber die Nadelstärke, mit der ich stricke, 
desto genauer sind die Berechnungen!

(Nachtrag: selbstverständlich berechne ich bei feinem Gestrick
nicht auf 10M bzw. 10R sondern ein Vielfaches davon: also 20, 30 u.s.w.)

Beim Grobstrick kann eine Masche auch schon 
einen ganzen Zentimeter breit sein und 
das ist doch schon eine ganze Menge, findet ihr nicht?
So wie bei diesem Modell, das ich bereits hier
hier, hier und hier präsentiert habe:


Jacke aus Andina von Lang Yarns

Ich würde sehr gerne eure Meinung dazu hören.
Findet ihr es einleuchtend, oder seid ihr weiterhin der Meinung, 
dass die Berechnung, 10 cm x 10 cm, besser ist?